Ökosystem See

Einteilung in thermische Bereiche
Epilimnion (Oberflächenwasser) / Trophogene Zone (Nährschicht):

    • Temperatur: große tages- und jahreszeitliche Schwankungen
    • Sauerstoffgehalt: hoch (Diffusion)
    • genügend Licht für die Photosynthese der Primärproduzenten
    • positive Energiebilanz zwischen Photosynthese und Zellatmung (positive Nettoproduktion)

Metalimnion (Sprungschicht) / Kompensationsebene:

    • rasche Temperaturabnahme (steiler Temperaturgradient)
    • Sauerstoffgehalt nimmt rasch ab (abhängig von der Zahl der aeroben Lebewesen)

Hypolimnion (Tiefenschicht) / Tropholytische Zone (Zehrschicht):

    • tages- und jahreszeitlich unabhängige, konstante Temperatur von 4 °C Dichteanomalie des Wassers
    • relativ niedrige Sauerstoffkonzentration
    • fast keine Photosynthese mehr möglich

Seeufer Unterteilung
Benthal: Bodenbereich
Litoral: Uferregion
Profundal: Tiefenregion
Pelagial: Freiwasser

oligotropher See: geringer Nährsalzgehalt und Biomasse
euthropher See: große Mengen an Nährsalzen und Biomasse

Eingriffe des Menschen führen zu einem Anstieg der Biomasse aufgrund der höheren Verfügbarkeit von Nährstoffen. Die durchlichtete Schicht wird dadurch allerdings immer weniger, das führt zu weniger Sauerstoff im Epilimnion -> Umkippen des Sees

Jahreszeiten im Ökosystem See

  1. Jahreszeitliche Zirkulation des Wassers in einem See

    Die Temperatur eines Sees ist von den Jahreszeiten abhängig.
    Im Frühjahr (auch Vollzirkulation genannt) liegt die Temperatur im See konstant bei etwa 4° Celsius. Durch den auf den Seeeintreffenden Wind kann sich das Wasser in allen Schichten bishin zum Boden gut verteilen und die Sonne erwärmt die Wasseroberfläche. Dieses Durchmischen der Schichten bezeichnet man als Zirkulation, wodurch sich auch aus der Fotosynthese stammende gelöster Sauerstoff sowie Kohlenstoffdioxid und Mineralstoffe gleichzeitig verteilen. Durch die Zirkulation gelangt der Sauerstoff an tiefere Schichten. Dort wird später für die Zersetzung von toten Pflanzen und Tieren verbraucht.
  2. Durch die Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Oberfläche im Sommer deutlich mehr als das Tiefenwasser, das oft eine Temperatur von 4° Celsius aufweist. Die häufigen Zirkulation, die auf die wehenden Winde zurückzuführen sind, und die nächtlichen Wärmeströmungen, Konvektion genannt, beziehen sich auf die daraus ausbildende obere erwärmte und stark bewegte Wasserschicht, das Epilimnion. Dessen Tiefe ist von den Witterunsvehältnissen abhängig.
    Zur dritten der vier Jahreszeiten, dem Herbst, kühlt sich das Oberflächenwasser wieder ab und es kommt zu einer Zirkulation, da sich das Wasser verdichtet als auch absinkt und durch die im Herbst üblichen Stürme durchgemischt wird. Mineralstoffe und Sauerstoff werden wieder gleichmäßig verteilt. Wie auch im Frühling kann die Temperatur im See konstant sein.
    Im Winter spricht man von einer Stagnation, weil sich das Wasser nicht mehr durchmischt. Die Temperatur des Oberflächenwassers sinkt in Richtung des Gefrierpunktes, wodurch sich Eis bildet. Es besitzt eine geringere Dichte als das flüssige Wasser und schwimmt demnach oben. Unterhalb der Eisdecke bleibt die Temperatur jedoch bei konstanten 4° Celsius. Nach den kalten Wintermonaten beginnt die von den Jahreszeitenbeeinträchtigte Zirkulation erneut.

Sukzession ->  Eutrophierung -> Klimax

  • Eintrag von organischem Material
  • starke Vermehrung von Pflanzen (Algen)
  • Sichttiefe wird geringer
  • weniger Photosynthese -> weniger O2
  • viele tote Pflanzen sinken ab & müssen zersetzt werden
  • viele Bakterien
  • zersetzen unter O2 Verbrauch Algen -> CO2 aus Algen wird frei
  • Umstellung auf anaeroben Abbau -> Faulgase
  • Absterben vieler Lebewesen -> sinken ab -> dicke Schicht Faulschlamm
  • Verlandung -> Hochmoor

Sukzession

Sukzession ist die Veränderung der Zusammensetzung einer Biozönose aufgrund einer Störung.

  • „primäre“ Sukzession: Diese setzt auf neu geschaffenen, unbelebten Lebensräumen ein.
  • „sekundäre“ Sukzession: Ausgangspunkt sind hier bereits besiedelte und von den vorkommenden Arten veränderte Lebensräume. Das können vorhandene Vegetationsbestände sein, z. B. Sukzession von Wiese zu Wald bei Nutzungsaufgabe.

Es gibt : Initialstadium, Folgestadien, Klimaxstadium

1.Initialstadium: Pionierarten siedeln sich zuerst an, auch bei sehr extremen Standortfaktoren
2.Folgestadien: bei einer Veränderung der Standortfaktoren durch die Pioniergesellschaft ist eine Besiedlung weniger Spezifizierter Arten möglich.
3.Klimaxstadium: Endstadium, kaum noch Veränderung.

Stickstoffkreislauf

 

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