Adaptive Radiation

Damit eine adaptive Radiation stattfinden kann, benötigt man einen geographisch abgetrennten, so genannten freien Raum mit vielen freien ökologischen Lizenzen.  Dadurch sind viele potentielle ökologische Nischen vorhanden.
Freier Raum: Biotop, in dem der  Organismus ohne interspezifische Konkurrenz leben kann.
Ökologische Nische: die Rolle einer Art innerhalb eines Ökosystems, die Summe seiner Fähigkeiten und Bedürfnisse in Wechselwirkung zu den Umweltfaktoren .

Werden die Gründerindividuuen einer Population  durch Zufall und/oder Katastrophe  in einen abgetrennten freien Raum “verdriftet”, findet durch die geographische Abgrenzung (z.B. Insel) kein Genaustausch mit der übrigen Population mehr statt.   Durch die ungehinderte Fortpflanzung im neu besiedelten Lebensraum kommt es bald zu intraspezifischer Konkurrenz, und damit zu Selektionsdruck.  Durch diesen Selektionsdruck wird die Ökologische Nische erweitert. Zufällig auftretende Rekombinationen und Mutationen  erzeugen Merkmale, die einen Selektionsvorteil oder Nachteil darstellen, auch präadaptive Merkmale kommen jetzt zum Tragen.
Durch die dadurch ermöglichte Eroberung unterschiedlicher ökologischer Nischen kommt es zu sympatrischer Artbildung. Treten viele dieser Artbildungen in kurzer Zeit auf, spricht man von Adaptiver Radiation.

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