Bio Abitur 2012 in Hamburg

Wie in jedem Jahr wird auch an fast jeder Schule das Fach Biologie schriftlich sowie mündlich im Bio Abitur geprüft – egal ob Leistungskurs oder Grundkurs, wobei eine mündliche Prüfung nur im Grundkurs als drittes Abiturfach möglich ist.
Für die Prüfung in Hamburg müssen die Themen: Ökologie und Nachhaltigkeit, Molekulargenetik und Gentechnik, Evolution und Zukunftsfragen, Neurobiologie und Selbstverständnis aber auch Stoffwechsel und Energieumsatz bekannt sein. Besonders für den Leistungkurs hat man deshalb alle Themen eine Menge zu pauken. Denn Biologie ist auch aus quantitativer Sicht sehr anspruchsvoll. In der schriftlichen Abiturprüfung erhält man 18 Seiten, von denen man 6 Seiten aussortieren darf. Die anderen 12 müssen bearbeitet werden. Wie auch schon in allen anderen Klausuren werden alle drei Anforderungsbereiche gleichermaßen abgeprüft. Der schwierigste der Anforderungsbereiche ist der dritte. Hierbei muss erlerntes Wissen auf eine neue Problemstellung, die aber nicht von den besprochenen Themen abweicht, angewandt werden. Bei den anderen Bereichen handelt es sich in der Regel tendenziell um eine reine Reproduktion. Das heißt, Lerninhalte müssen rein wiedergeben werden. In der mündlichen Prüfung erhält man ebenfalls eine Problemstellung, die jedoch aus der Sicht der Anforderungsniveaus nicht allzu hoch ist, wie im Leistungskurs. Die Aufgabenstellung bekommt der Schüler 30 Minuten vor Beginn der Prüfung, die vor einer Prüfungskommission stattfindet, bei der mehrere Lehrer sowie der Schulleiter anwesend sind. Die Lehrer stellen hierbei Fragen zur der bereits genannten Aufgabenstellung und bewerten die Leistung des Schülers, nach der sich die Note richtet. Die Noten werden im Bio Abitur und auch während der Qualifikationsphase in einer Punkteform ausgedrückt. 15 Punkte ist die Höchstpunktzahl und entpricht einer „1+“.

Die Operatoren für die Themen beachten
Bei den Aufgabenstellungen, die entprechend zu bearbeiten sind, sollte der Schüler in jedem Fall die Operatoren beachten, die dabei angegeben werden. Wird dies nicht getan, so muss der Schüler damit rechnen, dass ihm wertvolle Punkte verloren gehen. Auch zu erwähnen ist, dass dies gerade in der Abschlussprüfung sehr wichtig ist. Diese zählt nämlich 5 mal so viel wie die Vornoten. Weicht der Schüler um mehr als zwei Noten ab, so muss er in eine Nachprüfung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Abweichung zum positiven oder eine Abweichung zum negativen handelt. Für das Fach Biologie sollte man sich sukzessive vorbereiten, da es sich – wie bereits erwähnt – um ein Fach handelt, das sehr viel auf „Stoff“ beruht, den man lernen muss. Dieser sollte sich über einen Langzeitprozess im Kopf absetzen, sodass es für den Schüler ohne weitere Probleme möglich ist, diesen abzurufen und sicher anzuwenden.

Gerade die Themen am Anfang gehen schnell verloren
Besonders früh sollte sich der Schüler mit dem Themenbereich Stoffwechsel und Energieumsatz beschäftigen, da dieser bereits zu Beginn der Jahrgangsstufe 12. behandelt wird. Wichtiger Abiturstoff wie der Zitronensäurezyklus oder der Calvin-Zyklus sollte deshalb bekannt sein. Auch sollten Vorgänge wie das Herabsenken von Redoxpotentialen, zum Beispiel durch Nikotinamidadenindinucleotid (NAD), sollte gelernt werden, da dies wichtige Grundlagen für das gesamte Verständnis in der Biologie sind!

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